Bürgerverein Wedau / Bissingheim
Bürgerverein Wedau / Bissingheim

Aktuelles

Bürgerfahrt am 24.06.2018 zur Selfkantbahn

Ab Wedau: Haltestelle Kisendahl Wedauer Straße 10:00 Uhr

ab Bissingheim: Haltestelle Dorfplatz                         10:15 Uhr

Kosten: Mitglieder           20,-€

             Nichtmitglieder   25,-€

Karten: Wolfgang Gebhard Tel.: 0203 / 720754

             Bernd Piplack, Wedauer Markt 11

Stadtpanorama vom 17.04.2018

<

Rudi Grittner, Bernd Piplack und Wolfgang Gebhard (vL) vom Bürgerverein Wedau/Bissingheim stellten ihre Bedenken zur Bebauung des ehemaligen Bahngeländes an der Wedau vor.

FOTO: vowie

 

 

 

 

Am Freitag hatte der Bürgerverein Wedau Bissingheim zur Mitgliederversammlung in den katholischen Pfarrsaal am Kalkweg geladen. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Diskussion über den vorläufigen Bebauungsplan 6 Seen Wedau.                                 Von Volker Wieczorek

Grundsätzlich ist man der Ansicht, dass das Projekt umgesetzt werden solle. Dies machten die Vorstandsmitglieder Rudi Grittner, Bernd Piplack und Wolfgang Gebhard von vornherein deutlich. Der Teufel stecke aber, wie so häufig, im Detail.

Größtes Manko sieht der Vorstand, aber auch die etwa 60 Wedauer und Bissingheimer, die zur Sitzung kamen, in der verkehrlichen Anbindung der neuen Siedlung, die nach Fertigstellung etwa 9.000 Neubürger bewohnen werden.

Nur zwei Straßen sind dafür vorgesehen, ist aus den Plänen zu entnehmen. Die eine befindet sich an der Wedauer Brücke in Form eines Kreisverkehrs, während die andere an dem Seniorenheim „Haus am See“ entlanggeführt wird. Besonders hier werde es schnell eng. Zudem seien weder die Wedauer Straße noch die Masurenallee geeignet, solche Fahrzeugmassen aufzunehmen. Bei der Masurenallee besonders deshalb nicht, da ein Teil des Verkehrs des neuen Kreisverkehrs auch über diese Straße abgeleitet werden muss. Vielmehr sei es wichtig auch eine Südanbindung zu schaffen, die dafür Sorge, dass ein Teil der Siedlungsanbindung über die B 288 geführt würde.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Sechs-Seen-Platte auch touristisches Gebiet sei, werden zudem massive Parkplatzprobleme erwartet. Bereits jetzt sei im Sommer das Gebiet rund um die Sechs-seen-Platte komplett zu geparkt.

Ganz wichtig ist dem Bürgerverein auch die Anbindung über die Bahn: Während der jetzige Planentwurf lediglich einen Haltepunkt im Bereich der Wedauer Brücke vorsieht, favorisiert der Bürgerverein einen Haltepunkt in Höhe des Blauen Sees. Hier sollte auch die Fußgängerbrücke errichtet werden, meint der Bürgerverein, der nachdrücklich betont: „Wir wollen keine zweite Fußgängerbrücke. Wir wollen nur eine und die am Blauen See in Höhe der Straße Am Brunnen!“ Wenn dann dort auch der neue Haltepunkt der Bahn eingerichtet würde, wäre dieser auch für die Bissingheimer leicht zu erreichen. Damit wäre allen gedient, war man sich auf der Versammlung des Bürgervereins einig.

Generell sieht der Bürgerverein ein Versäumnis bei der städtischen Verwaltung. Bernd Piplack: „Bei den schon stattgefundenen Bürgergesprächen haben sich die Wedauer und Bissingheimer zum Teil mit viel Engagement beteiligt. Beim jetzigen Planungsentwurf hat man den Eindruck, dass die Anregungen und Ideen zum großen Teil ignoriert worden sind. Waren das alles nur Scheinveranstaltungen?“

Wochenanzeiger vom 22.01.2018

Anregungen ignoriert - Ärger über Duisburgs Politik

Wolfgang Gebhard auf der Wedauer Brücke. Vorn die weiterhin genutzten Gleise, dahinter der ehemalige Rangierbahnhof mit einem der beiden markanten Wassertürme im Bild.             Foto: Hannes Kirchner

Die geplante Bebauung des 2006 endgültig stillgelegten Rangierbahnhofs Wedau wird von einer breiten Mehrheit begrüßt. Zu den Befürwortern zählt auch der Bürgerverein Wedau-Bissingheim. Was die engagierten Bürger jedoch massiv vermissen, ist ein konstruktiver Dialog mit der Politik. Mehr noch: Anregungen würden schlicht ignoriert.

Wolfgang Gebhard ist der aktuelle Vorstandsvorsitzende des 1972 gegründeten Vereins. Damals war der Verschiebebahnhof einer der Größten im Lande, mit zwei Ablaufbergen, 24 Gleisen, dem angrenzenden Ausbesserungswerk sowie des Bahnbetriebswerks. Prägend in Wedau und Bissingheim. Seit 2006 verfiel das Areal in einen Dornröschenschlaf, wobei es eher Birken als Rosen waren, die die Gleise allmählich überwucherten. Nun erfindet sich der Ort neu - beziehungsweise wird neu erfunden. Mit einer Bebauung, die in ihrem Grundsatz kaum jemand in Frage stellt.

"Schein-Beteiligung!" "Alibi-Veranstaltung!" "

Die Beteiligung der Menschen vor Ort ist lediglich eine Schein-Beteiligung! Es gab mehrere Termine vor Ort mit Vertretern von Politik und Verwaltung. Keine einzige Anregung wurde in den aktuell vorliegenden Plänen berücksichtigt", kritisiert Wolfgang Gebhard. Bedenklich, wie er das Verhältnis zum Rathaus einschätzt: "Wir haben überhaupt keinen Zugang zur Politik! SPD und CDU üben sich bei diesem Thema in großer Einigkeit. Die Verwaltung legt einen Bebauungsplan vor, der wird durchgewunken, das wars!"

Martin Dobberstein, Gründer der Initiative "Uferretter", spricht in diesem Zusammenhang von "reinen Alibi-Veranstaltungen". Was konkret missfällt dem Bürgerverein? Es deckt sich in Teilen mit den Vorstellungen der Uferretter, geht aber auch darüber hinaus.

Schienenpersonennahverkehr: Nach derzeitiger Planung soll lediglich ein Haltepunkt im Norden der geplanten Siedlung eingerichtet werden. "Das bedeutet für die Bissingheimer Bürger und die neuen Bewohner zum Teil Wege in einer Länge von bis zu zwei Kilometern", verdeutlicht Gebhardt. Die Forderung: Einrichtung von zwei Haltepunkten. Einer in Höhe der Straßen Am See und Am Brunnen mit Brückenanbindung, ein weiterer am Kundenservicecenter an der Masurenallee, so dass die Gewerbegebiete sowie die Wohngebiete einen adäquaten Zugang zum SPNV haben.

Individualverkehr: 3.000 neue Wohneinheiten bedeuten mindestens 4.000 PKWs. Bei der Zuwegung über die Wedauer Brücke und von Westen über die Wedauer Straße ist nach Erachtens des Bürgervereins der Verkehrskollaps vorprogrammiert. Jeder, der mit dem Pkw zum Verein ETuS, zu den Segelvereinen, zum Haus Seeblick, zu dem Gelände der Schützen und dem Kneippverein will, müsse durch die komplette Siedlung. Die künftigen Bewohner würden sicher in der Hoffnung auf ein ruhiges Wohnumfeld ansässig werden. Ein Durchgangsverkehr in der Größenordnung passe nicht dazu. Naherholung und Sportvereine: Durch die geplante Umgestaltung der südlichen Masurenallee würden 185 Parkplätze für Besucher des Naherholungsgebiets 6-Seen­Platte entfallen. Der Bürgerverein fragt: Wo parken dann die auswärtigen Besucher? Wo sollen in den Sommermonaten die Anwohner noch einen Stellplatz finden? Gefordert wird der Erhalt der Masurenallee. Bis zum Strohweg könnte sie als Spielstraße ausgewiesen werden. Vorteile seien die Zuwegung zum ETuS-Seglersteg und der Erhalt des Einlasses für Surfer. Liegewiesen und Strand fielen nicht weg, ein naher Erholungsraum bliebe erhalten.

Kleingärten: Würde die Masurenallee als Spielstraße ausgewiesen, böte es sich an, einen Teil der Schrebergärten zu erhalten und die erste Häuserreihe in Terrassenbauweise statt in blockartiger Höhe von bis zu sechs Etagen zu gestalten. Die Gärten dienen dann auch als Lärmpuffer. Der Verein vertritt dabei die Auffassung, dass sich auch für diese Gestaltungsvariante Investoren finden lassen werden. Die zu vermarktende Fläche ist so groß, dass ein paar Quadratmeter für die Schrebergärten zu verkraften seien.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Bürgerverein Wedau / Bissingheim e. V.