Bürgerverein Wedau / Bissingheim
Bürgerverein Wedau / Bissingheim

Aktuelles

Mehr als 100 Interessenten waren der Einladung des Bürgervereins Wedau zur Infoveranstaltung zu 6-Seen-Wedau gefolgt. Stadtentwicklungsdezernent Martin Linne stand Rede und Antwort. Die Ratinger Weststrecke wird reaktiviert.

VON VOLKER POLEY                                                            RP vom 20.09.2019

Wie gut, dass die Wedauer Pfarrgemeinde St. Joseph am Wochenende ihr Oktoberfest feiert. Wolfgang Gebhard vom Bürgerverein Wedau-Bissingheim nutzte die Gunst der Stunde und verlegte die Bürgerversammlung zum Thema Wohnbebauung des ehemaligen Wedauer Bahnareals sicherheitshalber ins Festzelt, das bereits hinter dem Pfarrheim aufgebaut ist. Der Umzug schien geboten, denn im Herbst vergangenen Jahres platzte das Pfarrheim bei einer Veranstaltung zum gleichen Thema aufgrund des Andrangs aus allen Nähten.

Die Organisatoren hatten den Dezernenten Martin Linne eingeladen, der im Verlauf der Versammlung viele kritische Fragen in Zusammenhang mit dem Mega-Bauprojekt zu beantworten hatte. Die Wedauer zeigten sich zudem unzufrieden, dass im Laufe des Anhörungsprozesses viele ihrer Einwände und Anregungen unberücksichtigt blieben und sich im aktuellen Bebauungsplan nicht wiederfinden.

Viel Zeit blieb dem Nachfolger von Carsten Tum nicht, sich in das Thema einzuarbeiten: Erst seit dem 1.Juni ist Linne für die Stadtplanung in Duisburg verantwortlich. Allerdings ist ihm die Thematik nicht ganz unbekannt, denn bereits vor rund zehn Jahren - Martin Linne war bis zu seinem Wechsel nach Krefeld bis 2011 Leiter des städtischen Planungsamtes - gab es erste Ansätze, die Bahn-brache zum Wohngebiet umzuwidmen.

Nachdem der neue Planungsdezernent das Gesamtprojekt vorgestellt hatte, kam umgehend eine rege Diskussion in Gang. Dabei wurde schnell deutlich, wo den Betroffenen „der Schuh drückt". Dazu gehören die noch ungeklärte Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, die Verkehrsführung insgesamt, die geplante Lage des Nahversorgungszentrums, das Bebauungskonzept und die Gestaltung und zukünftige Nutzung des Seeufers.

Martin Linne zeigte sich optimistisch, dass es zu einer Reaktivierung der „Ratinger Weststrecke" zwischen Düsseldorf und Duisburg mit einer entsprechenden Anbindung an das Neubaugebiet kommen wird: „Alle beteiligten Kommunen unterstützen die Wiederbelebung der Strecke, auch von den anderen beteiligten Akteuren gibt es positive Signale." Die mit Spannung erwartete Machbarkeitsstudie ist inzwischen fertig gestellt. Sie geht davon aus, dass eine Reaktivierung sinnvoll ist. Bis zur Realisierung der Bahnverbindung werden allerdings noch rund acht Jahre ins Land ziehen, dann sollen auch die Alt-Wedauer und Bissingheimer davon profitieren. Für Wolfgang Gebhard ist der Halte-punkt allerdings viel zu weit nördlich geplant: „Sinnvoll und zentraler wäre der neue Bahnhof in Höhe der Straßen „Am See" (Wedau) und „Am Brunnen" (Bissingheim).

Auch die Ansiedlung des Nahversorgungszentrum südlich der Wedauer Brücke sieht er kritisch: „Das ist viel zu weit weg von der neuen Siedlung und für die Bewohner der Stadtteile Wedau und Bissingheim nur mit dem PKW erreichbar. Martin Linne gab zu bedenken: "Eine Verlagerung weiter südlich ins eigentliche Wohngebiet führt dann dort zu mehr Verkehr, das wäre nicht gerade sinnvoll."

Heiß diskutiert wurde die vorgesehene siebengeschossige Bebauung in unmittelbarer Nähe des Masurensees (zwei Wohnhäuser sind dort geplant), die bei den Veranstaltungsteilnehmern durchweg auf Ablehnung stieß. Zu Wort meldete sich auch Hendrik Thome von der kürzlich gegründeten Bürgerinitiative „Rettet die Sechs-Seen-Platte". Er befürchtet, dass sich durch die neue Ufergestaltung der Charakter des Seen-Gebiets verändert und fordert: »Wir müssen den Menschen die Freizeit-Möglichkeiten vor Ort unbedingt erhalten."

Bebauungsplan 1061 II

Bebauungsplan in bearbeitung   >>B Plan 1061 II<<

>>WAZ Artikel vom 23.05.2019<<

Bahn-Azubis werden abgehängt

Durch den Wegfall der Bahnlinie RB 37 entfällt auch der Haltepunkt Entenfang und somit die direkte Anbindung zur Ausbildungswerkstatt auf der Masurenallee. Wir halten den Zustand für unzumutbar

 

Zu unserem Antrag vom 15.05.2019

>>Bildlink zum Artikel Stadtpanorama<<

Hier drei Links zur Presse 30er Zone Kalkweg

>>Studio 47 vom 05.04.2019<<

>>WAZ vom 23.03.2019<<

>> BZ vom 22.03.2019<<

Speed Display

 

Nun ist es soweit in Bissingheim auf der Hermann-Grothe-Straße und in Wedau auf dem Kalkweg wurden die Speed Displays

der Bürgerstiftung Duisburg durch die GFB angebracht.

 

Wir freuen uns das die Bürgerstiftung uns die Geräte für einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt hat.

 

So wird der Autofahrer an neuralgisches Punkten darauf aufmerksam gemacht, dass er sich in einer 30ger Zone befindet und dadurch haffentlich sein Fahrverhalten ändert.

                                                                                                   Jörg Löbe, Wolfgang Gebhard, Michael Drieschner   

Foto: Bernd Piplack

Am 24.06.2018 machten wir einen Ausflug zur Selfkantbahn.

Mit dem Bus ging es von Duisburg nach Schierwaldenrath von dort ging es in einem gemieteten Schienenbus nach Gangelt und zurück. Nach dem Essen und Besichtigung der Fahrzeuge der Selfkantbahn ging es wieder nach Duisburg. Die Mitglieder und Gäste der Fahrt hatten einen angenehmen Tag und waren zufrieden. Wohin die Bürgerfahrt beim nächsten Mal geht ist noch nicht sicher.

Schön war, dass auch der „Nachwuchs“ seine Freude hatte.

                                                                                               Photo Bernd Piplack

Stadtpanorama vom 17.04.2018

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Rudi Grittner, Bernd Piplack und Wolfgang Gebhard (vL) vom Bürgerverein Wedau/Bissingheim stellten ihre Bedenken zur Bebauung des ehemaligen Bahngeländes an der Wedau vor.

FOTO: vowie

 

 

 

 

Am Freitag hatte der Bürgerverein Wedau Bissingheim zur Mitgliederversammlung in den katholischen Pfarrsaal am Kalkweg geladen. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Diskussion über den vorläufigen Bebauungsplan 6 Seen Wedau.                                 Von Volker Wieczorek

Grundsätzlich ist man der Ansicht, dass das Projekt umgesetzt werden solle. Dies machten die Vorstandsmitglieder Rudi Grittner, Bernd Piplack und Wolfgang Gebhard von vornherein deutlich. Der Teufel stecke aber, wie so häufig, im Detail.

Größtes Manko sieht der Vorstand, aber auch die etwa 60 Wedauer und Bissingheimer, die zur Sitzung kamen, in der verkehrlichen Anbindung der neuen Siedlung, die nach Fertigstellung etwa 9.000 Neubürger bewohnen werden.

Nur zwei Straßen sind dafür vorgesehen, ist aus den Plänen zu entnehmen. Die eine befindet sich an der Wedauer Brücke in Form eines Kreisverkehrs, während die andere an dem Seniorenheim „Haus am See“ entlanggeführt wird. Besonders hier werde es schnell eng. Zudem seien weder die Wedauer Straße noch die Masurenallee geeignet, solche Fahrzeugmassen aufzunehmen. Bei der Masurenallee besonders deshalb nicht, da ein Teil des Verkehrs des neuen Kreisverkehrs auch über diese Straße abgeleitet werden muss. Vielmehr sei es wichtig auch eine Südanbindung zu schaffen, die dafür Sorge, dass ein Teil der Siedlungsanbindung über die B 288 geführt würde.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Sechs-Seen-Platte auch touristisches Gebiet sei, werden zudem massive Parkplatzprobleme erwartet. Bereits jetzt sei im Sommer das Gebiet rund um die Sechs-seen-Platte komplett zu geparkt.

Ganz wichtig ist dem Bürgerverein auch die Anbindung über die Bahn: Während der jetzige Planentwurf lediglich einen Haltepunkt im Bereich der Wedauer Brücke vorsieht, favorisiert der Bürgerverein einen Haltepunkt in Höhe des Blauen Sees. Hier sollte auch die Fußgängerbrücke errichtet werden, meint der Bürgerverein, der nachdrücklich betont: „Wir wollen keine zweite Fußgängerbrücke. Wir wollen nur eine und die am Blauen See in Höhe der Straße Am Brunnen!“ Wenn dann dort auch der neue Haltepunkt der Bahn eingerichtet würde, wäre dieser auch für die Bissingheimer leicht zu erreichen. Damit wäre allen gedient, war man sich auf der Versammlung des Bürgervereins einig.

Generell sieht der Bürgerverein ein Versäumnis bei der städtischen Verwaltung. Bernd Piplack: „Bei den schon stattgefundenen Bürgergesprächen haben sich die Wedauer und Bissingheimer zum Teil mit viel Engagement beteiligt. Beim jetzigen Planungsentwurf hat man den Eindruck, dass die Anregungen und Ideen zum großen Teil ignoriert worden sind. Waren das alles nur Scheinveranstaltungen?“

Wochenanzeiger vom 22.01.2018

Anregungen ignoriert - Ärger über Duisburgs Politik

Wolfgang Gebhard auf der Wedauer Brücke. Vorn die weiterhin genutzten Gleise, dahinter der ehemalige Rangierbahnhof mit einem der beiden markanten Wassertürme im Bild.             Foto: Hannes Kirchner

Die geplante Bebauung des 2006 endgültig stillgelegten Rangierbahnhofs Wedau wird von einer breiten Mehrheit begrüßt. Zu den Befürwortern zählt auch der Bürgerverein Wedau-Bissingheim. Was die engagierten Bürger jedoch massiv vermissen, ist ein konstruktiver Dialog mit der Politik. Mehr noch: Anregungen würden schlicht ignoriert.

Wolfgang Gebhard ist der aktuelle Vorstandsvorsitzende des 1972 gegründeten Vereins. Damals war der Verschiebebahnhof einer der Größten im Lande, mit zwei Ablaufbergen, 24 Gleisen, dem angrenzenden Ausbesserungswerk sowie des Bahnbetriebswerks. Prägend in Wedau und Bissingheim. Seit 2006 verfiel das Areal in einen Dornröschenschlaf, wobei es eher Birken als Rosen waren, die die Gleise allmählich überwucherten. Nun erfindet sich der Ort neu - beziehungsweise wird neu erfunden. Mit einer Bebauung, die in ihrem Grundsatz kaum jemand in Frage stellt.

"Schein-Beteiligung!" "Alibi-Veranstaltung!" "

Die Beteiligung der Menschen vor Ort ist lediglich eine Schein-Beteiligung! Es gab mehrere Termine vor Ort mit Vertretern von Politik und Verwaltung. Keine einzige Anregung wurde in den aktuell vorliegenden Plänen berücksichtigt", kritisiert Wolfgang Gebhard. Bedenklich, wie er das Verhältnis zum Rathaus einschätzt: "Wir haben überhaupt keinen Zugang zur Politik! SPD und CDU üben sich bei diesem Thema in großer Einigkeit. Die Verwaltung legt einen Bebauungsplan vor, der wird durchgewunken, das wars!"

Martin Dobberstein, Gründer der Initiative "Uferretter", spricht in diesem Zusammenhang von "reinen Alibi-Veranstaltungen". Was konkret missfällt dem Bürgerverein? Es deckt sich in Teilen mit den Vorstellungen der Uferretter, geht aber auch darüber hinaus.

Schienenpersonennahverkehr: Nach derzeitiger Planung soll lediglich ein Haltepunkt im Norden der geplanten Siedlung eingerichtet werden. "Das bedeutet für die Bissingheimer Bürger und die neuen Bewohner zum Teil Wege in einer Länge von bis zu zwei Kilometern", verdeutlicht Gebhardt. Die Forderung: Einrichtung von zwei Haltepunkten. Einer in Höhe der Straßen Am See und Am Brunnen mit Brückenanbindung, ein weiterer am Kundenservicecenter an der Masurenallee, so dass die Gewerbegebiete sowie die Wohngebiete einen adäquaten Zugang zum SPNV haben.

Individualverkehr: 3.000 neue Wohneinheiten bedeuten mindestens 4.000 PKWs. Bei der Zuwegung über die Wedauer Brücke und von Westen über die Wedauer Straße ist nach Erachtens des Bürgervereins der Verkehrskollaps vorprogrammiert. Jeder, der mit dem Pkw zum Verein ETuS, zu den Segelvereinen, zum Haus Seeblick, zu dem Gelände der Schützen und dem Kneippverein will, müsse durch die komplette Siedlung. Die künftigen Bewohner würden sicher in der Hoffnung auf ein ruhiges Wohnumfeld ansässig werden. Ein Durchgangsverkehr in der Größenordnung passe nicht dazu. Naherholung und Sportvereine: Durch die geplante Umgestaltung der südlichen Masurenallee würden 185 Parkplätze für Besucher des Naherholungsgebiets 6-Seen­Platte entfallen. Der Bürgerverein fragt: Wo parken dann die auswärtigen Besucher? Wo sollen in den Sommermonaten die Anwohner noch einen Stellplatz finden? Gefordert wird der Erhalt der Masurenallee. Bis zum Strohweg könnte sie als Spielstraße ausgewiesen werden. Vorteile seien die Zuwegung zum ETuS-Seglersteg und der Erhalt des Einlasses für Surfer. Liegewiesen und Strand fielen nicht weg, ein naher Erholungsraum bliebe erhalten.

Kleingärten: Würde die Masurenallee als Spielstraße ausgewiesen, böte es sich an, einen Teil der Schrebergärten zu erhalten und die erste Häuserreihe in Terrassenbauweise statt in blockartiger Höhe von bis zu sechs Etagen zu gestalten. Die Gärten dienen dann auch als Lärmpuffer. Der Verein vertritt dabei die Auffassung, dass sich auch für diese Gestaltungsvariante Investoren finden lassen werden. Die zu vermarktende Fläche ist so groß, dass ein paar Quadratmeter für die Schrebergärten zu verkraften seien.

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