Bürgerverein Wedau / Bissingheim
Bürgerverein Wedau / Bissingheim

Stadpanorama vom 16.05.2017

Statt Ruine lieber einen Discounter

Was lange währt, wird endlich gut!“ So lautet ein altes Sprichwort, ob dies jedoch in Bezug auf den alten Wedauer Bahnhof, Bissingheimer Straße Ecke Wedauer Brücke, jemals angewendet werden kann, ist mehr als ungewiss.

Von Volker Wieczorek

 

Einig sind sich wohl alle Beteiligten nur darüber, dass das Bauwerk, wie es sich nun seit rund 22 Jahren darstellt, ein ausgemachter Schandfleck für die beiden Stadtteile ist. Seit dieser Zeit wird das Gebäude nämlich nicht mehr genutzt.

 

Im Dezember 2015 schien dann endlich Bewegung in die Sache zu kommen (sp berichtete), denn mit der Firma Rauwest hatte sich im Jahr 2012 ein Käufer gefunden, der Pläne hatte.

Die sahen vor, aus dem Bahnhofsgebäude ein schmuckes Bürogebäude zu machen. Das danebenliegende Grundstück sollte einem Lebensmittelnahversorger für Errichtung eines Supermarktes mit eigenen Parkplätzen zur Verfügung gestellt werden. Mit Penny fand sich auch ein solcher Investor. So waren alle glücklich: Rauwest als Investor, der sich dort auch selbst in den Büros ansiedeln wollte, der Handelsdiscounter, der hier neue Kundschaft hätte, die Bahn, die den maroden ehemaligen Fußübergang abgerissen bekam und nicht zuletzt die Bissingheimer, die schon seit Jahren lange Wege bewältigen müssen, um Lebensmittel einzukaufen.

Doch alle hatten ihre Rechnung ohne die Stadt gemacht, denn deren „Nahversorgungskonzept“ sah an dieser Stelle einen Discounter schlicht und ergreifend nicht vor.

Nun geht der Bürgerverein Wedau-Bissingheim in die Offensive und fragt, auf was man denn noch warten wolle. So seien zwar Nahversorger auf dem Baugelände des ehemaligen Rangierbahnhofes vorgesehen, doch dies sei eine Zeitfrage. Bernd Piplack, zweiter Vorsitzender des Bürgervereins: „Das Konzept am Rande des Bahnhofs könne in einem Jahr fertig sein. Alle Planungen liegen vor.“

Besonders verärgert zeigen sich Piplack und auch der erste Bürgervereins-Vorsitzende Wolfgang Gebhard darüber, dass die Stadt alle Gesprächswünsche mit Grundstücksinhaber, Investor und Bürgerverein bislang abgelehnt hat. „Es kann doch nicht sein, dass nur, weil ein „Nahversorgungskonzept“ es nicht vorsieht, die Bürger weite Wege in Kauf nehmen müssen, um Sachen des täglichen Bedarfs einzukaufen. Das ist für uns unverständlich.“

Die Forderung des 420 Mitglieder starken Bürgervereins ist klar: Man will primär für den Ortsteil Bissingheim einen Nahversorger, damit die rund 3.500 Bissingheimer in unmittelbarer Nähe einkaufen können. Dies auch, da zunehmend jüngere Menschen nach Bissingheim ziehen. Wolfgang Gebhard: „Diese Familien, aber natürlich auch die älteren Mitbürger, müssen einkaufen können, ohne lange Wege in Kauf zu nehmen. Bis die Nahversorger auf dem Rangierbahnhofsgelände fertig sind, vergehen mindestens noch sechs, wenn nicht gar zehn Jahre. Solange wollen wir nicht warten.“

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