Bürgerverein Wedau / Bissingheim
Bürgerverein Wedau / Bissingheim

Geschichte des Bürgervereins

Die Vorgeschichte


Bereits lange vor der formellen Gründung tauchte in einem kleinen Kreis die Idee auf, für die Stadtteile Wedau und Bissingheim einen Bürgerverein ins Leben zu rufen. Dieser kleine Kreis, das sollte in dieser Übersicht nicht verschwiegen werden, bestand aus Vorstandsmitgliedern der CDU. Anstöße zu diesen Überlegungen waren die Aktivitäten von Bürgervereinen in anderen Stadtteilen, die teilweise großen Erfolg hatten.

Darüber hinaus sollte auf diesem Wege versucht werden, ein Forum zu schaffen, bei dem politisch notwendige Entscheidungen hinsichtlich der beiden Stadtteile auf möglichst breiter Basis beraten werden konnten.

Der Zusammenschluss beider Stadtteile in einem gemeinsamen Bürgerverein ergab sich nicht nur aus der gemeinsamen Entstehungs und Entwicklungsgeschichte, sondern auch aus einer Reihe von gemeinsamen Sorgen für die Zukunft.

Als Beispiel sei hier aufgeführt, die damals noch geplante Verlagerung der Auffahrt zur Bundesautobahn in südlicher Richtung, die für beide Stadtteile erhebliche Probleme mit sich gebracht hätte.

Sicherlich waren im Stadium dieser Vorüberlegungen auch kritische Stimmen selbst in den eigenen Reihen zu hören. Doch letztendlich entschloss man sich, den Weg Richtung einer Vereinsgründung zu gehen.
Von Anfang an war klar, dass dieser Weg, sollte er Erfolg haben, nur über die örtlichen Vereine führen konnte. Ebenso wurden von Anfang an die Kirchengemeinden zu den Vorbereitungsgesprächen eingeladen.

Das erste Gespräch dieser Art fand statt am 03.09.1971 im Lokal "Saalbau" 13 Teilnehmer aus fast allen Vereinen und Kirchengemeinden beider Stadtteile äußerten ihre grundsätzlich positive Einstellung zur Gründung eines Bürgervereins. Doch wollte man vor einem nächsten Gespräch zunächst einmal im eigenen Verein die Lage beraten, um dann für weitere Gespräche einen größeren Rückhalt zu haben.
Sicherlich haben in der Zwischenzeit, bis zum nächsten Treffen, viele Einzelgespräche nicht nur innerhalb der Vereine, sondern auch zwischen den Vereinen stattgefunden.

Das Ergebnis war überaus positiv, denn bei diesem zweiten Informationsgespräch am 19.11.1971 erklärten sich alle Anwesenden grundsätzlich mit der Gründung eines Bürgervereins für Wedau und Bissingheim einverstanden.

Der zu gründende Verein sollte überkonfessionell und überparteilich und damit für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein.

Allen Beteiligten war klar, dass die weiteren Vorbereitungsarbeiten nicht in einem zu großen Kreis erfolgen konnten. Deshalb wurde ein Gründungsausschuss gewählt, dem Rudolf Coen, Karl Lanius, Ernst Liebisch, Bernd Mendorf, Karl Heinz Müller, Johann Schnee und Willi Vierbaum angehörten. Zum Koordinator und Sprecher wurde Bernd Mendorf bestimmt.
Dieser Gründungsausschuss trat zu seiner ersten Sitzung am 14.01.1972 zusammen. Inzwischen waren Kontakte aufgenommen worden zum Verband Duisburger Bürgervereine und auch zu einigen benachbarten Bürgervereinen. Dabei ging es darum, den zu gründenden Verein auf eine solide Basis zu stellen und mögliche Fehler zu vermeiden.
Bei dieser Sitzung des Gründungsausschusses war zu Gast Hans Steinkamp als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine. In einem sehr intensiven Gespräch konnte er den Anwesenden aus seiner reichen Erfahrung berichten und eine Reihe von wichtigen Ratschlägen erteilen.
Nach eingehenden Beratungen kam der Gründungsausschuss zu dem Ergebnis, nach einer weiteren Gesprächsrunde auf Vereinsebene, eine allgemeine Bürgerversammlung einzuberufen, auf der die Gründung eines Bürgervereins diskutiert und gleichzeitig das Interesse an einem solchen Verein in der Bürgerschaft erkundet werden sollte.
Unabhängig davon wurde dann auch schon an der Aufstellung einer Satzung für den zu gründenden Verein gearbeitet. Auch für diese Arbeit hatten nicht zuletzt die Kontakte zum Verband Duisburger Bürgervereine gedient.
Am 25.02.1972 informierte der Gründungsausschuss die Vertreter der Vereine und Kirchengemeinden über den Sachstand. Man war sich einig, den begonnen Weg weiterzugehen und die geplante Bürgerversammlung durchzuführen.
Da die Einladung zu dieser Versammlung in alle Haushalte (ca. 4000) getragen werden sollte, war es notwendig, einen besonderen Kreis zu bilden, der bereit war, das Geschäft der Erstellung und Verteilung der Einladung zu übernehmen.
Am 17.03.1972 tagte der Gründungsausschuss erneut. Dabei beschäftigte er sich zwangsläufig mit den vielfältigen Vorbereitungsarbeiten zum Zustandekommen der Bürgerversammlung.
Am 14.04.1972 fand dann die Bürgerversammlung im Kasino des AW Wedau statt. Hans Steinkamp vom Verband Duisburger Bürgervereine sprach über Ziel und Zweck von Bürgervereinen. Es schloss sich eine rege Aussprache an. Nach dieser Versammlung durfte an der erfolgreichen Gründung eines Bürgervereins für Wedau und Bissingheim eigentlich nicht mehr gezweifelt werden.
Die Tatsache, dass der Gründungsausschuss zu seiner abschließenden Sitzung dann am 28.07.1972 zusammenkam, mag aufzeigen, dass die erforderlichen Vorbereitungsaufgaben nicht übereilt erfolgten. Zu viele Sachfragen, die beachtet werden mussten, brauchten zur Abklärung ihre Zeit. Dazu gehörten insbesondere auch Satzungsangelegenheiten, die bei dieser Sitzung im Mittelpunkt standen. Schließlich sollte die Gründungsversammlung nicht zu einer Satzungsdebatte ausarten.
Am 06.10.1972 fand schließlich die Gründungsversammlung wiederum im AW Wedau statt. 71 Bürgerinnen und Bürger aus Wedau und Bissingheim beschlossen einstimmig die Gründung eines Bürgervereins für beide Stadtteile.
Trotz guter Vorarbeit dauerte die Diskussion über die Einzelheiten der Satzung fast 4 (vier) Stunden, ehe die endgültige Fassung der Satzung einstimmig beschlossen wurde.
Unter der Leitung von Karl Lanius wurden dann die Vorstandswahlen durchgeführt. Zum Vorsitzenden wurde Karl Heinz Müller, zu seinem Stellvertreter Michael Alznauer gewählt.
Wegen der vorgerückten Zeit, es war mittlerweile der 07.10.1972 geworden, wurden mit Zustimmung der Versammlung die übrigen Vorstandsmitglieder im Block gewählt. Zu wählen waren noch beide Schriftführer, beide Kassierer und 7 Beisitzer. Die Aufgabenverteilung dieser Vorstandsmitglieder sollte der Vorstand, nach dem Willen der Versammlung, selbst vornehmen.
Gewählt wurden Jürgen Jahnke, Heinz Schluckebier, Willi Sell, Heinz Jeschke, Willi Vierbaum, Uwe Zeppenfeld, Bernd Mendorf, Albert Stockebrand, Heinz Ringel, Peter Brenntrup und Werner Dehnelt.
Die Gründungsversammlung hatte am 06.10.1972 um 20.00 Uhr begonnen und endete am 07.10.1972 um 1.40 Uhr.
Nun konnte der neu gegründete Bürgerverein Wedau Bissingheim seine Sacharbeit aufnehmen.

Bernd Mendorf

 

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