Knapp 8 Jahre nach dem Bau des Holzturms, am 27.07.2002 blieben nur noch verkohlte Reste eines Wahrzeichens im Duisburger Süden übrig.
Trotz intensiver Ermittlungsarbeiten der Polizei und einer Belohnung in Höhe von 5000 €, die vom
Bürgerverein Wedau / Bissingheim ausgesetzt wurde, gelang es nicht, die Täter zu fassen
Ein Neuaufbau mit Mitteln der Stadt wurde ausgeschlossen. Die Zusage, mit Hilfe von Sponsoren den Turm wieder aufzubauen, gab uns Hoffnung, zumal die damalige Oberbürgermeisterin Frau Zieling sich persönlich dafür einsetzen wollte.
Aber, bis auf ein informatives Gespräch im Februar 2003 mit Mitarbeitern des Stadtplanungsamts und hinhaltender Worte, wie: „Wir sind am Ball“; „Halten Sie die Füße still“; „Es wird schon werden“; geschah nichts.
Eine Versicherungszahlung in Höhe von 83.000 € befand sich, ja wo ????
Ende der Geschichte oder Neuanfang!!??
Für uns war klar - Neuanfang!!! Wir wollten mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, ein Warzeichen des Duisburger Südens neu aufbauen zu lassen.
Das bedeutete für uns, Gespräche führen, Briefe schreiben und nur nicht aufgeben. Aus der Bevölkerung bekamen wir volle Unterstützung. Eine Spendenaktion brachte ein gutes Stück Geld, aber zur Errichtung eines neuen Turms reichte das nicht. Ein Signal war das aber für alle, deren sachlichen und fachlichen Rat sowie deren finanzielle Hilfe wir brauchten, um den Turm neu zu bauen.
Erfolg!!
Im Oktobrér 2004 fand ein Planungsgespräch mit Vertretern des Stadtplanungsamtes, der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, der Thyssen Krupp Steel AG, der Hüttenwerke Krupp Mannesman AG und dem Bürgerverein Wedau / Bissinhem statt.
Schon im Mai 2005 konnten wir das erste Element in Dortmund besichtigen und im Oktober stand der Turm in seiner vollen Größe auf dem Aussichtshügel an der Sechs Seen Platte in Wedau. Der durch Brandstiftung im Juli 2002 zerstörte hölzerne Aussichtsturm war nun durch eine Stahlkonstruktion ersetzt worden.
Dem Bemühen von Mitgliedern des Rates der Stadt Duisburg und der Beharrlichkeit des Bürgervereins Wedau / Bissingheim ist es zu verdanken, dass der Aussichtsturm neu entstanden ist. Geplant durch Mitarbeiter der Stadt Duisburg und der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Gefertigt durch die Technischen Sozialbetriebe von Thyssen Krupp Stahl in Dortmund und errichtet durch die Mitarbeiter der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH. Mit über 22m Höhe, einer Grundfläche von 18m² und einem Gewicht von 42t können die Besucher der „Sechs Seen Platte“ auf einer sicheren Plattform wieder die wunderschöne Aussicht genießen.
Eine Einweihungsfeier, die am 26.11.2006 geplant war, mußte abgesagt werden. Heftiger Schneefall und drei umgeknickte Bäume auf der Zuwegung ließen uns keine andere Wahl.
25.03.2006 - nun war es soweit.
Bei leicht regnerischem Wetter stieg nun die Einweihungsfeier. Mit von der Partie war Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, ThyssenKrupp Steel Direktor Klaus Bailer, der Arbeitsdirektor der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH Peter Gasse sowie Dr. Maximilian Graf von Spee.
Nach freundlichen und lobenden Worten der Beteiligten wurde der Turm mit dem Zerschlagen einer Flasche Sekt und der Übergabe einer Urkunde an den Vorsitzenden des Bürgervereins Wedau / Bissingheim Wolfgang Gebhard offiziell der Bevölkerung übergeben. Damit alle seine Besucher für die Zukunft unter Gottes Segen stehen, segnete Pfarrer Goeke von der Gemeinde St. Joseph in Wedau den Turm. Das Rahmenprogramm wurde vom Bürgerverein Wedau / Bissingheim gestaltet. Es beteiligten sich die Kinder der Kindergärten von Wedau und Bissingheim, der Bürgerschützenverein Wedau, das DB-Blasorchesters, der Quartettverein Frohsinn und die Werksfeuerwehr von TKS.
Nach der Einweihung gab es ein kleines Fest am Grillplatz unterhalb des Aussichtturms. Der Shanty Chor Duisburg sang zünftige Seemannslieder und die See-Vereine beteiligten sich mit einem Bootscorso. Aus Anlass der Einweihung hat der Bürgerverein ein Erinnerungsglas herausgebracht und verkauft.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle die mitgeholfen haben, dass der Aussichtsturm wieder aufgebaut wurde und die Einweihungsfeier eine gelungene Veranstaltung war. Danke!!!
Wolfgang Gebhard